innere Balance - Stressmanagement

Faustregel zu Gehirn, Emotion und Dissoziation 01.02.2020 | Sauer macht ... entspannt 31.01.2020 | Body-check-in to go - im Körper ankommen 23.01.2020 | Tief durchatmen - heute schon geatmet? 21.01.2020 | Fröhliche Powerfrauen, vom Mut zur weiblichen Körperlichkeit 13.01.2020 | Gestresst? Sich sicher fühlen. 06.01.2020 | Die Kunst eine Apfelsine zu essen 04.01.2020 | Somatic Experiencing® und Stressmanagement für kleine und große Kinder 21.02.2019 | Somatic Experiencing® und Stress-Resilienz 04.02.2019 | Die Kraft in der STILLE und Pausen machen 31.12.2018 | Atem und Inspiration 06.11.2018 | No mind - lernen von asiatischen Weisheitslehren 31.07.2018 |

   

 

 

 
   

Faustregel zu Gehirn, Emotion und Dissoziation 01.02.2020


Der bekannte Psychiater Daniel Siegel präsentiert eine anschaulich vereinfachte Darstellung über die Funktionen des Gehirns zu Entspanntheit, Kreativität, sozialer Bindung, Emotion und Dissoziation, buchstäblich eine Faustregel.

Wenn wir unseren Daumen in unserer Faust umfassen und von der Seite der Fingernägel auf unsere Faust sehen, steht das Handgelenk für das Stammhirn, der Daumen für die Position des limbischen Systems und die Finger darüber für das Großhirn (von vorne betrachtet). Nun können wir Funktion und Zusammenspiel der drei Bereiche betrachten. Das Stammhirn zur Regulation der Überlebensfunktionen des Lebens, wie Atem und Herzschlag und der Basisbedürfnisse des Lebens, wie Nahrung, Schutz, Reproduktivität und Sicherheit. Die Region des limbischen Systems mit Emotion und Auswertung von Emotion sowie als Wegweiser für Beziehung und dafür wie wir in Kontakt gehen. Über dem Bereich des limbischen Systems, dort wo wir nun unsere Fingernägel sehen, befindet sich das Großhirn - in engem Kontakt zum limbischem System und zum Stammhirn. Das Großhirn liefert uns Daten, bildliche, akustische usw., also Wahrnehmungsbereiche und motorische Feinsteuerung. Die vorderen Bereiche unseres Großhirns dienen der abstrakteren Wahrnehmung bis hin zu Konzepten von Zeit und Moral und zum Selbstkonzept. Letztlich stellt das Modell Faust sehr schön die räumliche Nähe und innere Verknüpfung von Stammhirn, limbischem System und Großhirn dar, wobei der Austausch über neuronale und hormonelle Rückmeldung stattfindet. Die Feinabstimmung des Zusammenspiels ist Aufgabe des Großhirns, das ist unser regulativ. Geraten wir unter hohe Stressbelastung, kann sich das Zusammenspiel mit dem Großhirn entkoppeln. Wir können das im Modell sehr schön sehen, wenn wir dir Finger unserer Faust nach oben strecken. Ohne die regulativen Funktionen des Großhirns fallen wir bis auf die Stammhirnebene zurück. Kreativität, soziale Bindung und persönliche Orientierung ist damit kaum möglich. Chaos und unstrukturierte grobe Reaktion können Überhand nehmen.

Wenn wir einen Weg zur Selbstregulation finden, können wir das Zusammenspiel wiederherstellen. Erster Schritt zur Veränderung ist Erkennen und Verstehen, vielleicht kann uns dieses Modell dazu dienen.

Hier Dan Siegels Video auf Englisch.

 
 
   
  

Sauer macht ... entspannt 31.01.2020


Das Zitronengesicht zur Kurzentspannung kennen viele: Gesicht zusammenziehen, als wenn man in eine Zitrone gebissen hätte: Ja richtig sauer, also Mund zusammenziehen, Nase rümpfen, Augen zusammenkneifen, das gesamte Gesicht ganz klein zusammenziehen, fester und noch fester zusammenziehen, dann lösen und Entspannungseffekt fühlen. So oder ähnlich, wird es geübt in der Progressiven Muskelentspannung, im Yoga und in vielen anderen Entspannungsübungen. Beim Ausprobieren zu zweit oder vor dem Spiegel kann es auch richtig lustig werden und lachen entspannt, oder? Lesen wir über Ernährung nach, erfahren wir: Einfluss auf den Säure-Base-Haushalt in unserem Körper hat auch Einfluss auf unser Lebensgefühl.

 
 
   

Body-check-in to go - im Körper ankommen 23.01.2020

 
Eine ganz einfache und schnelle Methode im Körper anzukommen beschreibt die Trainerin Katharina Maehrlein: Aufzugfahren im Körper. Die Füße auf der Erde wahrnehmen, die innere Mitte spüren, die Nase spüren und den Atemzug fühlen, sich am Scheitel entspannt aufgehängt und aufgerichtet fühlen. Dann mit der Aufmerksamkeit den Weg vom Kopf wieder zurück in die Füße gehen: Nase und Atem, innere Mitte, Füße auf der Erde. Voilà! Bei mir macht diese Übung Freude und entspannte Präsenz.

 
 
   

Tief durchatmen - heute schon geatmet? 21.01.2020

 
Atmen tut gut für Körper und Seele. Gut ist, dass Atmen auch ohne unsere Aufmerksamkeit passiert. Mit etwas mehr Bewusstsein dafür können wir uns selbst besser wahrnehmen und die vielen Vorteile der vertieften Atmung genießen, z.B. Stress und Besorgnis lindern, Entgiftung und Immunabwehr bessern, Vitalität und Konzentration fördern, das Herz, die Lunge und die Haut pflegen. Na, da ist doch für jeden was dabei, oder?
Tief durchatmen üben wir auch sehr bewusst in der Körperarbeit und in der 5Rhythmen Tanz- und Bewegungsmeditation.

 
 
   
  

Fröhliche Powerfrauen, vom Mut zur weiblichen Körperlichkeit 13.01.2020

 
Niki de Saint Phalle ging ab Mitte der 60er mit ihrer Kunst der fröhlich-bunten und pikanten Frauengestalten in die Öffentlichkeit. Das wurde zu damaliger Zeit oft als provokativ verstanden.
Wie ist es eigentlich bei uns? Wie ist es heute? Können wir erfreuen, an unseren weiblichen Körperformen? Leben und genießen wir unsere ganz eigenen Qualitäten als Frau? Lassen wir uns inspirieren von den farbenfrohen, leuchtenden, kraftvollen Frauengestalten von Niki de Saint Phalle.

 
 
   

Gestresst? Sich sicher fühlen. 06.01.2020


Peter Levine, ein weltbekannter Traumatherapeut gibt insgesamt vier Tipps, innerlich mehr Sicherheit zu empfinden, durch Spürgewahrsein der eigenen Körpergrenzen: eine sich selbst umarmende Haltung, sich die Hände auflegen und spüren, sich (ab)klopfen und die Armmuskeln kneten, hier in diesem Video.

 
 
   

Die Kunst eine Apfelsine zu essen 04.01.2020

 
Sich niederlassen und für einen Moment mit allen Sinnen zu genießen. Was siehst du? Was riechst du? Was spürst du? Was schmeckst du? Welches Mundgefühl hast du beim Essen? Welcher Geruch bleibt in der Nase?....
Echte Achtsamkeit, echtes Gewahrsein im Hier und Jetzt ist eine Kunst. Wann haben wir uns zuletzt Zeit genommen wirklich hier zu sein?

Das ist eine Einladung, einen Moment einzutauchen in das was wirklich da ist, genau jetzt.

 
 
   

Somatic Experiencing® und Stressmanagement für kleine und große Kinder 21.02.2019


Settle your glitter!

So lautet die bildhafte Empfehlung für Kinder in englischsprachigen Ländern, wie sie mit Impulsen, Sinneswahrnehmungen und insgesamt Überforderungen umgehen sollen. Das funktioniert auch für Erwachsene! Wir alle kennen Schneekugeln mit glitzernder Füllung, die sich wild aufschütteln lassen. Dann ist alles in Bewegung, Übersicht kann hier schnell verloren gehen. Wenn sich dann der Glitzer wieder absetzt, wird es heller, klarer, einfacher, ein durchscheinender Raum.
Wenn wir Zugang finden dazu, wie sich dieses Absetzen des Glitzers für uns anfühlt, dann haben wir ein schönes Werzeug zur Hand wenn es mal nötig ist "herunter zu kommen".
Versuchen wir es mal: Settle your glitter!

 
 
   

Somatic Experiencing® und Stress-Resilienz 04.02.2019


Die Methode Somatic Experiencing wurde von Peter Levine, einem amerikanischen Biophysiker und Psychologen, entwickelt. Er beobachtete die Selbstheilungsvorgänge bei Tieren nach Lebensgefahr und schweren Verletzungen. Tiere haben die instinktive Fähigkeit Stress körperlich zu entladen. Wir Menschen können uns auf ähnliche Weise von Auswirkungen von Stress und traumatischen Erfahrungen befreien. Dafür machen wir uns unsere individuellen und situationsgemäßen Ressourcen bewusst und stellen damit immer wieder kurzzeitig Verbindung zu unserer Stressbelastung her. Es entsteht ein innerliches hin- und her Pendeln zwischen einer stärkenden und einer belastenden Lebenserfahrung. Damit entlädt sich die in der belastenden Lebenserfahrung gefangene Stressenergie und wird wieder verfügbar für einen aktiv gestalteten Lebensweg und persönliche Entwicklung.

 
 
   

Die Kraft in der STILLE und Pausen machen 31.12.2018


Pause machen - ist heute schon beinahe verpönt. Am Arbeitsplatz werden Pausen oft durchgearbeitet und gegessen wird mal eben schnell nebenbei. Zu Haus geht es dann oft genauso weiter, dann kommt die Familie, das Abendprogramm, weitere Pflichten und Verpflichtungen. Wenn wirklich einmal eine Pause entsteht, fühlen wir uns leer, das "Nichts" machts uns unsicher und unruhig. Wir haben nicht gelernt oder vergessen, Pausen als Teil des Lebens zu schätzen und zu unserer Regeneration zu nutzen.

Hierzu inspiriert mich vor allem was meine Ausbilderin Rosina Sonnenschmidt schreibt:

„….die Pause, die mitnichten Nichts ist, sondern geballte Energie… Durch die Pause wird ein Raum für Ausdruck und Erleben geschaffen... In der Ruhe oder Pause klingt, schwingt und reift etwas nach und findet die eigentliche Transformation von Energie statt. In der Pause kommt etwas zu einem Ende und beginnt unhörbar etwas Neues auf einer anderen Stufe… Schöpfung kommt aus der Pause. Ist sie einmal da, folgt sie dem Lebensprinzip, das danach trachtet sich zu erhalten.“
(Dr. Rosina Sonnenschmidt, Wege ganzheitlicher Heilkunst: Anamnese, Diagnose und Heilung)

 
 
   

Atem und Inspiration 06.11.2018


If you want to inspire, be inspired.
Gabrielle Roth

Hätten Sie‘s gewusst? Unsere Lebensgeister, Erkenntnis, Eingebung und die Atmung sind sprachlich eng verbunden.

Inspiration
1. medizinisch: die Einatmung
2. allgemein: (plötzliche) Idee, Eingebung, Erkenntnis; auch und besonders in Wissenschaft und Kunst
Spiritus
1. (Lebens)Geist, Hauch, Atem
2. alkoholische Substanz (altsprachlich: „geisthaltige“ Substanz, womit die flüchtige materiell nicht greifbare Eigenschaft von Alkohol gemeint ist, genauso wenig greifbar, wie der Atem und die Eingebung…)

Das lässt mich auch an die Vorstellung der Entstehung von Mensch und Welt in den Religionen denken: christlich - wo dem Mensch von Gott der Lebensatem „eingehaucht“ wurde, hinduistisch: Brahman atmet ein – es entsteht die Welt, Brahman atmet aus - es vergeht die Welt.

Leben ist inspiriert/inspirierend und gründet sich auf Atem – wow, oder?

 
 
   

No mind - lernen von asiatischen Weisheitslehren 31.07.2018


Too many mind. Mind the sword,

mind the people watch, mind the enemy.

Too many mind. No mind.

Spielfilm Last Samurai
(In deutscher Spielfilmversion: Zu viel bedenken. Bedenken Schwert, bedenken Menschen die zusehen, bedenken den Feind. Zu viel bedenken. Nicht immer denken.)

"No mind." "Nicht immer denken." So lautet die Lektion, die der Protagonist im Spielfilm erhält, als er den asiatischen Schwertkampf erlernt. Es bedeutet sich leer und zugleich ganz aufmerksam zu machen, für das was geschieht, um unmittelbar reagieren zu können.

In Alltag und Beruf kann es sehr hilfreich sein, wirklich ganz genau hier zu sein, unmittelbar und mit Zugang zu unserer Intuition reagieren zu können. In diese Haltung zu finden ist oft nicht leicht, so kann ich aus eigener Erfahrung sagen, aber es tut gut den Kopf (das zuviel bedenken) einmal beiseite zu lassen und aus der Tiefe des Körpers heraus zu sein und zu handeln. Dadurch wird vieles einfacher, klarer, effizienter und müheloser. Auch der Kontakt, (nicht nur im Schwertkampf) wird ehrlicher, unverstellter und offener.

Von den alten Weisheitslehren Asiens können wir für Alltag und Beruf oft profitieren, meine ich. Es kostet allerdings etwas Mühe diese Lehren auszuprobieren und einzuüben.

 
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